Wärmepumpe im Altbau — was muss ich wissen?
Die häufigste Frage beim Heizungstausch: Funktioniert eine Wärmepumpe auch in meinem älteren Gebäude? Die kurze Antwort: In den meisten Fällen ja — aber es gibt wichtige Punkte zu beachten.
Warum Altbau eine besondere Rolle spielt
Im Neubau ist eine Wärmepumpe fast immer die beste Wahl — gut gedämmt, Fußbodenheizung, niedrige Vorlauftemperatur. Im Altbau sind die Rahmenbedingungen anders:
Heizkörpergröße: Kleine alte Heizkörper brauchen 70–80°C Vorlauf. Moderne WPs liefern 55–65°C — oft reicht das, wenn Heizkörper getauscht oder vergrößert werden.
Heizlast: Lassen Sie eine professionelle Heizlastberechnung machen — das ist die Grundlage für die richtige WP-Dimensionierung.
— Heizkörper sind groß genug oder werden getauscht
— Fußbodenheizung vorhanden oder nachrüstbar
— Vorlauftemperatur unter 55°C möglich
— Jahresarbeitszahl (JAZ) ≥ 3,0 erreichbar
— Nur sehr kleine Heizkörper, kein Tausch geplant
— Hohe Gaspreise-Bindung noch für Jahre
— Gebäude wird in unter 10 Jahren verkauft
Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau?
Die Gesamtkosten setzen sich aus Gerät, Hydraulik-Anpassung und Installation zusammen. Im Altbau fallen oft zusätzliche Kosten für Heizkörperanpassungen an.
| System | Gerätekosten | Gesamt inkl. Installation | Nach Bundesförderung |
|---|---|---|---|
| Luft-Wasser-WP (Standard Altbau) | 6.000–über 6.500€ | 16.000–28.000€ | 8.500–20.500€ |
| Luft-Wasser-WP (Premium, JAZ ≥ 4,5) | über 6.500–16.000€ | 20.000–35.000€ | 8.000–23.000€ |
| Sole-Wasser-WP (Erdwärme) | 12.000–20.000€ | 22.000–40.000€ | 4.000–27.000€ |
| Zusatz: Heizkörpertausch | — | 5.000–15.000€ | Separat förderfähig |
Sanierungsoffensive 2026 — bis zu 7.500 €
Schritte zur Förderung
Zusätzlich zur Bundesförderung gibt es in fast allen Bundesländern eigene Landesförderungen — kombinierbar. In Tirol, Salzburg und Vorarlberg bis zu 8.500 € zusätzlich.